Warum man als Urbexer immer eine Backup-Kamera dabei haben muss!

Ersatzkamera

99 % der Lost Place Anhänger fotografieren verlassene Orte für die eigene Bildsammlung. Manch einer möchte seine Kunstwerke aber auch einem größeren Publikum zur Schau stellen. Schließlich verlangt das Hobby in jeglicher Hinsicht einiges von einem ab. Damit mehr Leute in den Genuss der eigenen Fotos kommen, werden eigene Social Media Seiten bei Urbexern immer beliebter.

Damit wächst aber auch der Druck. Jedes Wochenende wollen die Fans eindrucksvolle Bilder sehen. Wenn da mal die Kamera streikt und man ohne Fotos nach Hause kommt, brennt die Luft. Selbst Fotografien, die ihre Bilder nicht öffentlich publizieren, möchten ihre Abenteuer dokumentieren. Auf keinen Fall sollte daher die Kamera ausfallen.

Aus eigener Erfahrung wissen wir aber wie schnell so etwas passiert. Sei es durch eine große Verschmutzung beim Objektivwechsel oder durch einen aufgeblähten Akku. Bei älteren Spiegelreflexkameras geht auch mal gerne der Verschluss ohne Vorwarnung kaputt. Aufgrund dieser Umstände sollte man immer eine Ersatzkamera dabei haben.

Aber braucht man wirklich 2 hochwertige Kameras oder wie lösen wir das Dilemma? Reicht uns vielleicht sogar die Handycam in Ausnahmefällen vollkommen aus oder findet man in unserem Gepäck noch eine Kompaktknipse oder gar eine ältere Bridgekamera? In diesem kleinen Artikel werden wir es dir verraten. Selbstverständlich geben wir aber auch allgemeine Tipps.

Alles Wichtige auf einen Blick:
  • Jeder von uns hat beim Erkunden eines Lost Places sein Smartphone dabei. In vielen Situationen reicht die verbaute Kamera zum Fotografieren in der Not aus. Leider kann man weder zoomen, noch den Blitz vernünftig nutzen. Zudem kommt es in Innenräumen schnell zu starkem Rauschen.
  • Eine etwas bessere Figur machen da schon moderne Kompaktkameras und auch Bridgekameras. Noch heute schlagen sie so gut wie jede Smartphonekamera in der Lost Place Fotografie. Zudem hat man einen manuellen Modus, einen vernünftigen Blitz und natürlich das überlebenswichtige Stativgewinde.
  • Viele unter uns können mehr als eine Spiegelreflex- oder Systemkamera ihr Eigen nennen. Hier kann man dann aus dem vollen Schöpfen und braucht sich keine Sorgen, um einen Kameraausfall zu machen. Wir gehören ebenfalls zu dieser glücklichen Gruppe, was angesichts dieser großen Webseite aber den meisten klar gewesen sein dürfte.

Wie schnell gehen moderne Kameras eigentlich kaputt?

Unterhält man sich mit Hobbyfotografen, hört man immer wieder, dass die heutigen Kameras gewissermaßen unzerstörbar sind. Dem ist aber nicht wirklich so. Bereits ein Sturz aus einem halben Meter kann zum wirtschaftlichen Totalschaden führen. Schuld daran sind sogenannte Mikrorisse in den Platinen. Aber auch der Verschluss ist noch immer sehr anfällig.

Manchmal ist es aber auch die eigene Schusseligkeit, die zu schwerwiegenden Kameraschäden führt. Man muss nur einmal beim Erkunden des Lost Places nicht aufpassen und schon hat man die Kamera gegen ein Hindernis gedonnert. Auch ein Sturz mit einem vollgepackten Kamerarucksack kann richtig teuer werden. Wir sprechen da leider aus Erfahrung.

Manchmal sind es aber auch nur die kleinen Dinge im Leben, die einem das Dokumentieren der Lost Places erschweren. Wer viel Videomaterial anfertigt, wird bestimmt schon mal erlebt haben, dass seine Cam überhitzt. Hier ist eine Ersatzkamera und oftmals sogar ein Zweitmikrofon Gold wert. Sehr versierte Lost Place Fotografen wechseln häufig ihr Objektiv, um noch bessere Fotos zu schießen.

Nicht selten gelangt dabei eine ganze Ladung Staub auf den Sensor. Eine vernünftige Reinigung vor Ort gelingt aber nur in absoluten Einzelfällen. Selbst zu Hause wird man oft nicht mehr Herr der Lage und muss den Sensor dann professionell reinigen lassen. Um solche Fälle zu vermeiden, sollte man mehre Kameras inklusive angebrachter Linse mitführen.

Gut zu wissen:
Viele Schäden an Spiegelreflexkameras und Systemkameras lassen sich vermeiden. Erkundet die Location deshalb immer mit Bedacht und genügend Vorsicht. Wechselt eure Linsen zudem nicht in staubigen Innenräumen, sondern geht einfach vor die Tür. Und wenn es der Stauraum im Fotorucksack zulässt, dann nehmt einfach eine Ersatzkamera für alle Notfälle mit.

Wie löst man das Dilemma mit der Ersatzkamera?

Über die Jahre wächst die Zahl an potenten Kameras rasch an. Viele ambitionierte Hobbyfotografen besitzen deshalb gleich mehrere Bodys. In so einem Fall kann man dann aus dem Vollen schöpfen und braucht sich überhaupt nicht mit der Thematik auseinanderzusetzen. Allerdings gilt dies bei Weitem nicht für jeden Urban Explorer.

Viele haben nämlich gar nicht das Geld für eine hochwertige Ersatzkamera oder wollen das Gewicht einfach nicht mit sich herumschleppen. In so einem Fall kann man entweder auf das eigene Handy oder eine Superzoomkamera zurückgreifen. Letzteres ist natürlich die bessere Wahl, da die Abbildungsleistung um ein Vielfaches besser ist und man mehr Reserven bei Lowlight hat.

Außerdem ist der verbaute Blitz stärker und man kann die Einstellungen manuell und das sogar bis ins kleinste Detail anpassen. Unabhängig davon lassen sich solche Kameras an einem Stativ anbringen und man kann so wunderschöne Shots von Innenräumen anfertigen. Nichtsdestotrotz sind auch solche Cams nicht ganz billig. Etwa 200 Euro sollte man schon einplanen.

Wer diese Summe nicht aufbringen kann oder das schlichtweg nicht möchte, muss im Notfall sein Smartphone nutzen. Dabei sollte einem aber klar sein, dass Handyaufnahmen noch immer leicht zu erkennen sind. Der Dynamikumfang im Bild ist nämlich gering. Des Weiteren kommt es schnell zu einem starken Rauschen bei Innenaufnahmen und zu allem Überfluss kann man den Zoom kaum benutzen.

Gut zu wissen:
Ältere Spiegelreflexkameras kann man oft sehr günstig gebraucht erwerben. Bereits für Geldbeträge zwischen 70 und 100 Euro bekommt man fast neuwertige Modelle. Sparfüchse kommen hier also auf ihre Kosten und können zudem noch all ihre Objektive nutzen. So haben einige von uns das Problem mit der Ersatzkamera für sich gelöst.