Das Canon Weitwinkel-Objektiv EF-S 10 – 18 mm (4,5 – 5,6 IS STM) im Test!

Canon Weitwinkel-Objektiv EF-S 10–18 mm (4,5–5,6 IS STM)

In der Architekturfotografie zählt wirklich jeder Millimeter Anfangsbrennweite. Dies gilt sowohl für Aufnahmen von außen als auch innen. Wer schon den ein oder anderen Lost Place mit seiner Spiegelreflexkamera fotografiert hat, wird sich sehnlichst ein bezahlbares Ultraweitwinkelobjektiv wünschen. Das hat Canon, aller Unkenrufe zum Trotz, nun auch endlich erkannt.

Bereits für weniger als 300 Euro bekommt man hier eine feine Linse für atemberaubende Panorama- und Architekturaufnahmen. Nach allem Ärger kann man nun für kleines Geld die volle Pracht seines Motivs einfangen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Filmmaterial oder klassische Fotos handelt. Zu verdanken ist dies dem flinken, präzisen und vor allem lautlosen Autofokus.

Canon hat der günstigen Linse nämlich eine Schärfenachführung via STM-Motor spendiert. Sehr löblich! Allerdings fielen auch ein paar Ausstattungsfeatures dem Rotstift zum Opfer. Im Lieferumfang ist beispielsweise keine Gegenlichtblende enthalten und besonders lichtstark ist die Optik auch nicht. Dies ist bei Landschafts- und Architekturaufnahmen glücklicherweise zu verschmerzen.

Alles Wichtige zum Canon Superweitwinkel-Objektiv auf einen Blick:
  • Ausstattung: 10 – 18 mm Brennweite, 4,5 – 5,6 Blende, Bildstabilisator, STM-Fokusantrieb & 22 cm Naheinstellgrenze
  • Zubehör: EW-73C Streulichtblende, LP1116 Objektivtasche & gängige 67 mm Filter- sowie Adapter.
  • Testurteil: Top-Preis-Leistungs-Verhältnis mit überraschend guter Abbildungsleistung in allen Bildbereichen.

Die Produktfeatures kritisch unter die Lupe genommen:

Bei einem flüchtigen Blick könnte man das Ultraweitwinkel-Objektiv glatt mit einer normalen Kit-Linse aus dem Hause Canon verwechseln. Optisch nehmen sich beide Produkte zumindest relativ wenig. Die Verarbeitungsqualität und Haptik ist für den niedrigen Preis aber vollkommen in Ordnung. Zu bemängeln gibt es wirklich nichts und zudem kommt es bei diesem Objektiv auf die Ausstattung an.

Und gerade hier weiß Canon wie man sowohl Produkttester als auch potenzielle Käufer überzeugt. Uns gefallen 2 Dinge ganz besonders. Nämlich der verbaute Bildstabilisator und natürlich der flotte Autofokusmotor. Wer nur wenig Zeit beim Fotografieren in einem Lost Place hat, wird beides zu schätzen lernen. Schließlich kann man nun fast immer aufs Stativ aufstellen verzichten.

Dieser kleine Aspekt ist der Grund, weshalb wir zu diesem Ultraweitwinkelobjektiv gegriffen haben. Wir wollten nämlich schon immer ein bisschen Zeit beim Fotografieren sparen, um den Ort noch intensiver erkunden zu können. Außerdem erwerben wir nur noch Linsen, die beim Filmen keine störenden Geräusche produzieren. Beides ist hier erfüllt und das zu einem unschlagbaren Preis.

Gut zu wissen:
Nicht jeder Fotograf möchte sich beim Anfertigen von Landschafts- oder Architekturaufnahmen auf den Autofokus seiner Spiegelreflexkamera verlassen. Dies ist auch Canon bewusst und so haben sie der Linse einen angenehm breiten Fokusring spendiert. Dieser funktioniert übrigens tadellos und lässt sich sehr geschmeidig hin und her bewegen.

Das Canon Ultraweitwinkel-Objektiv in der Praxis:

Günstige Linsen haben meist einen großen Schwachpunkt. Die Rede ist natürlich von der Abbildungsleistung. Oftmals sind die Ränder unscharf und es zusätzlich zu deutlich sichtbaren chromatischen Aberrationen. Erstaunlicherweise ist dies hier nicht der Fall. Selbst beim Maximum von 10 mm gibt es nichts zu meckern. Die Abbildungsleistung schlägt nämlich jedes Kit- und Reiseobjektiv um Längen.

Damit eignet sich die Optik schon mal für jeden ambitionierten Hobbyisten. Und das in wirklich jeder Lage. Selbst Profis können in vielen Situationen mit der Bildqualität der Linse leben. Wenngleich sie aber mehr Lichtstärke und vor allem schärfere Details gewohnt sind. Dies wird von der geringen Naheinstellgrenze, den kleinen Maßen sowie dem geringen Gewicht wieder wett gemacht.

Die Attribute leicht und kostengünstig heißen bei diesem Canon Objektiv aber auch, dass der Bajonettanschluss aus Kunststoff gefertigt wurde. Ob sich dies negativ auf die Langlebigkeit des Produkts auswirkt, können wir nach einem dreimonatigen Einsatz noch nicht sagen. Bis jetzt gibt es allerdings noch keine sichtbaren Abnutzungserscheinungen am Bajonett.

Gut zu wissen:
Wer richtig gute Ergebnisse abliefern möchte, sollte seine Bilder nach Möglichkeit nicht bei 10 mm anfertigen. Lässt es das Motiv nämlich zu, haben wir die besten Ergebnisse bei 14 mm Brennweite erzielt. Dies heißt aber keinesfalls, dass man den ultraweitwinkligen Bereich nicht auch bei hohen Anforderungen an das Ergebnis nutzen kann.

Unser Fazit zum Test des Canon EF-S 10 – 18 mm Objektivs:

Der Einsatz eines Ultraweitwinkel-Objektivs ist bei Aufnahmen von großen Gebäuden und atemberaubenden Landschaften absolute Pflicht. Man bekommt einfach mehr auf das Bild und erzeugt so einen sehr dynamischen Eindruck. Wer mit den Eigenheiten solcher Objektive zu spielen weiß, wird sich aus der immer größer werdenden Flut der Lost Places Fotos absetzen.

Und genau hier kommt das günstige und gleichzeitig gute Superweitwinkel-Zoomobjektiv von Canon ins Spiel. Die Bilder sind bis in die Ränder scharf und fast frei von chromatischen Aberrationen. Darüber hinaus ist die Linse schön klein und damit federleicht. Die sorgt damit nicht für zusätzliches Gewicht im Rucksack. Ein bedeutender Vorteil bei längeren Städte- oder Lost-Place-Touren.

Da der verbaute Autofokusmotor auf die STM-Technologie setzt, hört man beim Filmen keinerlei störende Geräusche. Wer beim Betrachten von freihändig gefilmten Videomaterial noch Wackler entdeckt, muss Adleraugen besitzen. Der integrierte Bildstabilisator macht nämlich selbst bei Bewegungen einen tollen Job. Das Objektiv eignet sich damit für Fotografen wie auch Filmemacher.


Gefällt uns:

  • Pfeilschneller& geräuschloser STM-Autofokusmotor
  • Relativ klein & leicht. Damit sehr handlich & platzsparend.
  • Sehr gute Abbildungsleistung in allen Bildbereichen

Stört uns:

  • Bajonett aus Kunststoff & nicht aus stabilerem Metall
  • Keinerlei verbauter Schutz gegenüber Spritzwasser & Staub
Dieses Ultraweitwinkelobjektiv hat uns einfach überzeugt. Wir möchten es nicht mehr bei unseren Erkundungstouren durch verlassene Orte missen. Aber auch bei der Landschaftsfotografie und der Videografie macht es eine tolle Figur. Wir würden es jederzeit wieder kaufen. Zumal es beim Punkt Preis-Leistungs-Verhältnis absolut nichts besser zu machen gibt.