Warum die Lost Place Fotografie so viele in ihren Bann zieht!

Warum Lost Places fotografieren

Alles begann mit der magischen Anziehungskraft der verlassenen Orte. Immer wieder tauchten in unserem YouTube-Feed unzählige Videos von Urban Explorern auf. Wir wollten im Urlaub mal etwas anderes zu Gesicht bekommen und die Atmosphäre solch eines Objekts spüren. Daher wagten wir schließlich den Schritt und machten uns auf die Suche nach einem Lost Place.

Die Erkundung machte so richtig Spaß. Wir stellten Theorien über die letzte Nutzung und die Gründe für das Verlassen auf. Aber zwei Dinge faszinierten uns ganz besonders. Nämlich die Schönheit des Verfalls und die surreale Umgebung. Damit auch andere in den Genuss dieser Stimmung kommen können, haben wir ein paar Bilder gemacht.

Und bereits damals waren wir begeisterte Foto- und Videografen. Wir hatten alle Spiegelreflexkameras, Systemkameras und Camcorder zu Hause herumliegen. Diese nutzen wir aber nur noch sporadisch. Es ist nämlich gar nicht so leicht interessante Fotomotive zu finden oder gar Menschen für Videos. Zum Glück stolperten wir über die längst vergessenen Orte.

Seit dem blüht unser Interesse an der Fotografie wieder auf. Die tolle Atmosphäre gepaart mit den unterschiedlichsten Lichtstimmungen ermöglicht das Schießen atemberaubender Bilder. Oftmals findet man in den Gebäuden tolle Motive, wie beispielsweise altertümliche Maschinen oder eingestürzte Dächer. Viele Lost Place Fotografen haben aber andere Motivationen. Welche das sind, erfährst du nun.

Gut zu wissen:
  • Umso länger ein Lost Place verlassen ist, desto spektakulärer werden die Fotos. Die Natur holt sich nämlich Stück für Stück alles zurück. In den Gebäuden wachsen oft kleine Büsche und Bäume. Im manch einem Keller ist sogar ein kleiner Teich mit Fischen entstanden.
  • Aber auch die normalen Räume sind großartige Fotomotive. Die Mischung aus Verwilderung, Staub, Moos, abplatzendem Putz und herunterhängenden Tapeten sorgt für faszinierende Bilder.
  • Was der Mensch erbaut hat, zerstört er. Entweder mit Absicht oder durch Vergesslichkeit. An diesem Spruch ist viel Wahres dran. Wir möchten mit unseren Bildern das vorschnelle Aufgeben der Immobilien verhindern.

Schnappschuss oder Kunstwerk?

Schnappschuss oder Kunstwerk?

Grundsätzlich gesehen gibt es 2 Arten von Lost Place Fotografen. Einmal die Künstler und die klassischen Urban Explorer. Letztere fabrizieren oft nur ein paar Schnappschüsse mit dem Handy. Die Bilder werden dann für die private Galerie und als Beweis für den Besuch hergenommen. Viele Besucher gehen aber einen Schritt weiter und versuchen eindrucksvolle Fotos zu kreieren.

Dafür wird viel Geld in das Fotoequipment gesteckt und sich ständig im Bereich der Bildbearbeitungsprogramme fortgebildet. Oftmals ist der fachliche Unterschied zu Profis und deren Aufnahmen für Laien kaum noch erkennbar. Das liegt hauptsächlich daran, dass das Hobbyequipment immer besser und gleichzeitig günstiger wird.

Die Fotografie rückt in den Vordergrund:

In den letzten Jahren sind immer mehr Menschen der Fotografie von Lost Places verfallen. Dabei handelt es sich längst nicht immer um Abenteurer oder Urban Explorer, die ihre Erlebnisse eindrucksvoller festhalten möchten. Ganze andere Industriezweige und natürlich viele professionelle Fotografen haben die vergessenen Orte für sich entdeckt.

So werden die Räumlichkeiten in der professionellen Aktfotografie genutzt. Hier ist der Kontrast zwischen den makellosen Models und dem Hintergrund besonders beeindruckend. Aber auch viele Produktfotografen haben den Charme der verlassenen Orte für sich entdeckt. Gerade Outdoor-Produkte und Action-Cams lassen sich dort eindrucksvoll in Szene setzen.

Lost Places werden vom Fass ohne Boden zum Geschäftsmodell:

Manche Firmen haben sogar schon ganze Produktpräsentationen in den Industriebrachen gehalten. Das Interesse an den dadurch oft gar nicht mehr verlassenen Orten wird immer größer. Daher gibt es inzwischen auch Menschen, die Fototouren durch solche Objekte anbieten. Oftmals kommt man so in den Genuss von Lost Places, die ansonsten einfach unerreichbar sind.

Häufig werden die Areale für mehrere Wochen an Filmagenturen vermietet. Viele Musiker setzen bei ihren Musikvideos auf bekannte Industriebrachen. Deren Look unterstützt häufig die Wirkung und Aussage des Songs. Aber auch die Technikindustrie hat die vergessenen Orte für sich entdeckt.

Schließlich kann man in keinem anderen Umfeld einen größeren Kontrast zwischen längst vergangenen Epochen und neuen Zeiten erzeugen. Gerade hierdurch wirken neue Technologien und Erfindungen besonders futuristisch. Wie man sieht, boomt der Markt mit Lost Places also.

Gut zu wissen:
All diese Fotografen verbindet die Suche nach skurrilen, faszinierenden und natürlich auch bizarren Motiven. Längst ist die Lost Place Fotografie in der breiten Bevölkerung als facettenreiches Hobby anerkannt. Schließlich geht es hier ums pure Abenteuer und die Erkundung von mysteriösen Örtlichkeiten.