Mein Fotoequipment & welche Utensilien ich heute nicht mehr kaufen würde!

Fotoausrüstung-Lost-Places

Das Erkunden von verlassenen Orten ist ein gefährliches und zugleich auch teures Hobby. Die Rede ist dabei aber gar nicht von den horrenden Summen, die man an der Tankstelle lässt oder dem ganzen Urbex-Krempel. Am teuersten ist aber immer noch die Ausrüstung fürs Fotografieren. Und dabei schlägt nicht nur die Kamera mit einer ganzen Menge Geld zu Buche.

Auch Objektive, Blitze oder Stative sind alles andere als preiswert. Da fällt einem die Auswahl natürlich besonders schwer und man möchte vor dem Kauf in Erfahrung bringen, ob sich das Equipment auch wirklich zum Ablichten von Lost Places eignet. Aufgrund dessen erhalten wir immer wieder Nachrichten und Kommentare rund ums Fotoequipment für Urban Explorer.

Im folgenden Beitrag möchten wir keine allgemeinen Tipps aufstellen oder bestimmte Kameras anhand ihrer technischen Daten empfehlen. Viel mehr wird unser Chef über seine gemachten Erfahrungen mit bestimmten Produkten sprechen. Dabei geht er schonungslos ehrlich auf alle Vor- als auch Nachteile seiner Ausrüstungsgegenstände ein.

Alles Wichtige auf einen Blick:
  • Kameras: Canon EOS M100, Canon EOS 1100D & GoPro Hero Silver
  • Objektive: Tamron 18 – 200 mm F3.5 – 6.3 Di II VC & Canon EF-M 15 – 45 mm F3.5 – 6.3 IS STM:
  • Zubehör: Canon Speedlite 430 EX & PEDEA Kamerarucksack Fashion

Top-Kameras für Urbexer:

Die meisten unter uns sind begeisterte Fotografen und möchten die morbiden Orte gekonnt in Szene setzen. Allerdings rückt dabei das Filmen dank YouTube immer mehr in den Fokus. Beide Anwendergruppen benutzen für ihr Vorhaben meist handelsübliche Spiegelreflex- oder Systemkameras. Für den Einstieg reicht aber auch eine klassische Kompaktkamera, Bridgekamera oder sogar eine Actioncam.

Ganze wenige Urban Explorer greifen für ihre Videoaufnahmen aber auch auf kleine Camcorder, Schulterkameras oder sogenannte Henkelmänner zurück. In puncto Kameras ist die Auswahl also gigantisch. Wir selbst haben bereits mit all diesen Varianten gearbeitet. Welche wir von ihnen bei der Erkundung von Lost Places einsetzen, erfährst du in den folgenden Absätzen.

Canon EOS 600D – Deutschlands ehemalige YouTuber-Kamera:

Canon EOS 600D

Als ich mich zum ersten Mal mit Spiegelreflexkameras auseinandergesetzt habe, galt meine ganze Aufmerksamkeit deren Filmfunktionen. Das Fotografieren reizte mich absolut nicht. Heutzutage ist es genau umgekehrt. Damals hatte ich noch ganz wenig Ahnung von der ganzen Feinheiten und entschied mich aus einem ganz einfachen Grund für die 600D.

Jeder größere Technik-YouTuber nutzte nämlich genau diese Cam. Ich bin also dem Herdentrieb gefolgt und bereue diesen Schritt bis heute nicht. Über mehrere Jahre begleitete mich die Kamera in so gut wie jedem Bereich. Ich filmte mit ihr Reportagen oder machte hunderte Fotos auf Veranstaltungen. Im Stich gelassen hat sie mich als Hauptkamera nie.

Allerdings war sie in manchen Bereichen stark limitiert. Bereits ab einem ISO-Wert von 800 begannen die Bilder stark zu rauschen. Aufnahmen bei wenig Licht waren daher nie ihre Stärke. Auch einen Autofokus während des Filmens gab es nicht. Mit etwas Übung und dank der kostenlosen Software Magic Lantern war dies aber gar nicht so schlimm.

Nach der Installation hatte man nämlich Funktionen wie Fokus Peaking oder die Möglichkeit RAW-Videomaterial zu produzieren. Das Filmen mit der DSLR habe ich wirklich geliebt. Beim Fotografieren hingegen gab es 2 Schwächen. Gerade mal 3,7 Bilder waren pro Sekunde im Serienbildmodus möglich. Außerdem schaltete sich das Kameradisplay bei Nutzung des Suchers nicht ab.

Nichtsdestotrotz habe ich die Spiegelreflexkamera so lange genutzt, bis sie endgültig auseinanderfiel. Über 100.000 Fotos habe ich mit ihr geschossen. Zudem habe ich hunderte Stunden von Videomaterial mit der Spiegelreflexkamera gedreht. Wäre sie noch funktionstüchtig, würde ich sie noch heute als Ersatzkamera auf Lost Places Touren nutzen.


Gefällt mir:

  • Gute Bildqualität mit hoher Detailtreue bis ISO 800
  • Klapp- & schwenkbarer Kamerabildschirm
  • Geringe Auslöseverzögerung nach dem Einschalten
  • Fernauslöser- & Mikrofonschnittstelle
  • Intuitive Bedienung & guter Automatikmodus

Stört mich:

  • Autofokus im Live View wenig überzeugend (Kontrastautofokus & Phasenautofokus)
  • Bei Videodrehs kein Autofokus möglich
  • Nur 3,7 Bilder pro Sekunde machbar
Diese Spiegelreflexkamera gibt es noch immer für kleines Geld auf dem Gebrauchtmarkt. Wer nur Fotos schießen will, ist mit der alten DSLR gut beraten. Für Videografen hingegen eignet sie sich nach heutigem Stand der Technik nicht mehr. Sie kann nämlich lediglich 1080p Videomaterial in 25 FPS aufnehmen. Zudem gibt es beim Filmen keinen Autofokus.

Canon EOS M100 – Der Wolf im Schafsmantel:

Canon EOS M100

Im Bereich der Systemkameras haben sich Hersteller wie Panasonic oder Sony einen Namen gemacht. Canon hingegen konnte sich mit seinen spiegellosen Modellen bisher keine großen Marktanteile sichern. Dies liegt aber nicht an der Canon EOS M100. Die kleine Kamera wirkt auf den ersten Blick zwar unscheinbar, aber sie ist es definitiv nicht.

Sie überzeugt bei der Handhabung mit einem schnellen und dazu noch äußerst zuverlässigen Autofokus. Aufgrund ihrer kleinen Bauform kann man sie in einer normalen Jacken- oder größeren Hosentasche transportieren. Die Original-Objektive lassen sich platzsparend einfahren und besitzen eine gute Abbildungsleistung. Leider sind sie relativ teuer.

Langjährige Fotografen könnten bei der Bedienung Knöpfe, Schalter und das klassische Wahlrad vermissen. Die Bedienung geht aber auch über das Touchpad gut von der Hand. Selbstverständlich hat man dabei die Qual der Wahl zwischen den unterschiedlichsten manuellen Modi. Lediglich der fehlende Sucher sowie der nicht vorhandene Blitzschuhadapter trüben das Bild etwas.

Da die Kamera aber wirklich kompakt ist und der Autofokus ausgesprochen gut funktioniert, nutze ich sie sehr gerne. Da auch der Automatikmodus fast immer goldrichtig liegt und man EF-S-Objektive mit Adaptern montieren kann, nutze ich die Kamera relativ häufig. Wenn sie noch über einen Blitzschuhadapter verfügen würde, wäre sie wohl immer meine erste Wahl.


Gefällt mir:

  • Flotter & treffsicherer Autofokus
  • Gute Bildqualität bis ISO 3200
  • Klappbarer & hochauflösender Bildschirm mit präziser Touchfläche
  • Einfache Bedienung mit gutem Automatikmodus
  • Kabellose Bildübertragung dank WLAN & Bluetooth möglich

Stört mich:

  • Kaum EF-M-Objektive am Markt, aber es existieren Adapter für EF-S-Linsen.
  • Keinerlei Anschlussmöglichkeiten für einen Sucher, Blitz oder ein Mikro
  • Keine 4K-Video-Aufnahmen möglich
Die kleine Systemkamera richtet sich an Urbexer, die keine klobige Kombi aus Kamera und Objektiv herumschleppen möchten. Und keine Sorge, die Bildqualität leidet dabei keinesfalls. Bereits mit der Kitlinse lassen sich tolle Ergebnisse erzielen. Aufgrund des fehlenden Mikrofoneingangs und der geringen Videoauflösung eignet sie sich aber nicht für Filmer.

Canon EOS 1100D – Bewährte & zuverlässige Technik:

Canon EOS 1100D

Diese Einsteiger-DSLR aus dem Hause Canon hat bereits einige Jahre auf dem Buckel. Erschienen ist sie im Jahre 2011 und kann daher getrost als Senior bezeichnet werden. Allerdings kann man mit ihr noch immer eindrucksvolle Fotos schießen. Und da meine 1100D erst 3500 Aufnahmen auf dem Buckel hat, werde ich sie auch noch so einige Jahre nutzen.

Eingesetzt wird sie aber eher als eiserne Reserve oder für das Erkunden feuchter Bunker. Hier ist es nie verkehrt eine günstige Spiegelreflexkamera zu benutzen. Schnell übersieht man nämlich ein Loch im Boden oder ein paar Wassertropfen führen zu einem Kurzschluss im Body. Mit meinen teuren Kameras würde ich deshalb niemals in irgendwelche Katakomben herumlaufen.

Zur Cam kann man gar nicht viel sagen. Sie löst gerade einmal mit 12,2 Megapixel aus, wobei dies für Webbilder vollkommen reicht. Des Weiteren ist der Autofokus alles andere als zuverlässig. Im Live-View-Modus ist er zudem noch sehr langsam. Dies ist aber nicht weiter tragisch, schließlich kann man auch den Sucher nutzen. Nun ist die Geschwindigkeit sowie die Genauigkeit besser.

Das Handling der Kamera überzeugt nicht vollends. Es fehlt einfach ein schwenk- oder zumindest klappbarer und vor allem hochauflösender Bildschirm. Außerdem wirkt das Gehäuse sehr günstig. Canon hat ihr ganz klar versucht an allem zu sparen. Filmen kann man sogar nur in 720p und das war bereits bei der Markteinführung ein Minuspunkt. Daher für Filmer eher nicht empfehlenswert.


Gefällt mir:

  • Überzeugende Bildqualität (Moderates Bildrauschen & gute Detailtreue)
  • Schnell einsatzbereit (Kurze Auslöseverzögerung)
  • Einfache Bedienung (Wenige Modi, lange Akkulaufzeit)

Stört mich:

  • Kleines Sucherbild
  • Langsamer und schlechter Autofokus (1 Kreuzsensor + 8 Hilfssensoren)
  • Kein gummierter Handgriff
Im Großen und Ganzen eignet sich die Spiegelreflexkamera für die Lost Place Fotografie. Man muss aber ein paar Abstriche bei der Ausstattung machen. Absolute Einsteiger sind mit der Canon aber durchaus gut beraten. Nicht zuletzt, da man noch mit einer 1600er ISO gute Bilder machen kann. Und auf dem Gebrauchtmarkt bekommt man die Kamera für einen schmalen Taler.

Canon EOS 60D – Mittelklasse-DSLR für gehobene Ansprüche:

Canon EOS 60D

Über die Jahre habe ich viel mit unterschiedlichen DSLRs aus dem Hause Canon experimentiert. Hängen geblieben bin ich letztendlich an der 60D. Obwohl sie schon ein Jahrzehnt alt ist, nutze ich sie noch immer auf so gut wie jeder Lost Place Tour. Sie ist und bleibt meine absolute Lieblingskamera. Besonders schätze ich an ihr die gute Bedienbarkeit.

An der Oberseite der Kamera befindet sich ein kleiner beleuchteter Bildschirm. Dort kann man die wichtigsten Kameraeinstellungen ablesen und über ein paar Knöpfe ändern. Weiterhin hat Canon der Spiegelreflexkamera eine elektronische Wasserwaage und eine Histogramanzeige verpasst. Bei beidem handelt es sich zwar nur um Kleinigkeiten, aber im Eifer des Gefechts sind sie sehr nützlich.

Dies gilt übrigens auch für den dreh- und schwenkbaren Bildschirm. Dank ihm kann man ausgefallene Aufnahmen aus der Froschperspektive schießen. Allgemein lässt sich mit der Canon so einiges anstellen. Sogar Filmer kommen hier auf ihren Geschmack. Es gibt nämlich einen Mikrofoneingang samt manueller Pegelkontrolle. Allerdings kann man mit ihr nur in 1080p bei 30 FPS filmen.

Als wäre das nicht negativ genug, gibt es beim Filmen keinen Autofokus. Man muss also stets von Hand scharf stellen. Wer aber hauptsächlich fotografiert, wird sich nicht an solchen Details stören. Viel mehr freut man sich über den schnellen und zuverlässigen Autofokus oder die Tatsache, dass man sogar Vollformatobjektive adaptieren kann. Für Fotografen handelt es sich noch immer um eine Top-Kamera.


Gefällt mir:

  • Gute Bildqualität bis ISO 3200 (Moderates Rauschen & hohe Detailtreue)
  • Flotter & zuverlässiger Autofokus mit 9 Kreuzsensoren
  • Integrierter Blitz mit Master-Funktion zur Steuerung externer Blitze
  • Gehäuse hat Dichtungen zum Schutz vor Staub & Spritzwasser
  • Durchdachtes Bedienkonzept (Locktaste & Bedienkreuz)

Stört mich:

  • Kein Bildstabi im Gehäuse vorhanden
Die 60D ist meine absolute Lieblingskamera zum Ablichten von Lost Places. Obwohl sie deutlich größer und schwerer als meine Systemkamera ist, schleppe ich sie gerne durch die Gegend. Zu gut gefällt mir die Bedienung mit samt den kleinen Details wie einer Abblendtaste zur Tiefenschärfekontrolle oder einem nach eigenen Wünschen konfigurierbaren Menü.

Objektive für atemberaubende Lost Places Fotos:

Ohne eine Linse nützt einem auch die beste Kamera nichts. Dieser Umstand ist selbst vielen Laien bewusst. Allerdings machen die meisten Fotografie-Einsteiger einen gravierenden Fehler. Sie fokussieren sich zu sehr auf den Kauf des Fotoapparats. Das komplette Geld wird in den Body investiert und dann bleibt einfach kein Cent mehr für ein ordentliches Objektiv übrig.

Wirklich gute Lost Places Bilder gelingen aber selten mit einem Kit-Objektiv. Natürlich lässt sich mit den Linsen arbeiten, aber sie bringen viele Nachteile mit sich. So sind sie nicht besonders lichtstark, die Bildränder sind meist etwas unscharf und oftmals ist der Autofokusmotor sehr laut. Zudem sind die Optiken meist nicht besonders weitwinklig ausgelegt.

Mit dem Kauf eines Objektivs sollte man sich als Lost Place Fotograf daher zeitnah auseinandersetzen. Meist genügt schon eine handelsübliche Festbrennweite von unter 24 mm. Gute Erfahrungen haben wir mit 10 bis 18 mm gemacht. Manchmal ist aber auch ein Teleobjektiv nötig. Sinnvoll ist der Einsatz bei weit entfernten Details oder beim Fotografieren durch Bauzäune.

Tamron 18 – 200 mm F3.5 – 6.3 Di II VC:

Tamron Reisezoom

Hat man einige Zeit mit dem Kit-Objektiv herumexperimentiert, wächst der Wunsch nach einer neuen Optik. Gerade Reisezooms wirken zu diesem Zeitpunkt sehr verführerisch. Sie decken einen großen Brennweitenbereich ab und sind oftmals relativ günstig in der Anschaffung. Allerdings ist der Ruf dieser Allround-Optiken alles andere als gut. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass viele der angebotenen Objektive bis vor einigen Jahren mit matschigen Bildern und einem extrem langsamen Autofokus glänzten. Die Zeiten haben sich aber geändert. Das Tamron Reisezoom überzeugt mit einer sehr guten Abbildungsleistung, einem schnellen Autofokus und einer effektiven Bildstabilisierung.

Man kann wirklich wenig Negatives über die kompakte Linse sagen. Lediglich der Fokusring hätte etwas größer ausfallen können. Da man als Fotograf aber in der Regel auf den Autofokus setzt und Reisezooms selten als Filmlinsen genutzt werden, ist dieser Nachteil zu verschmerzen. Das gute Gesamtbild wird nur noch durch ein Detail getrübt.

Die Rede ist vom Bajonett. Es ist vollständig aus Plastik gefertigt worden. Langlebiger wäre sicherlich Metall gewesen. Bis jetzt hat es aber alle Objektivwechsel mit Bravour gemeistert. Im Großen und Ganzen bin ich mit der Linse aber sehr zufrieden. Gemessen am extrem günstigen Preis sollte man sich aber weder über das Plastikbajonett noch den schmalen Fokusring beschweren.

Gleiches gilt übrigens auch für die leichte Vignettierung im hohen Brennweitenbereich. Selbst deutlich teurere Reiseobjektive machen hier nicht immer eine bessere Figur. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Linsen direkt vom Kamerahersteller stammen oder aus einer gehobeneren Produktlinie eines Drittanbieters stammen.


Gefällt mir:

  • Angenehm weiches Bokeh in allen Zoombereichen
  • Unempfindlich gegenüber Spritzwasser & Staub
  • Blütenförmige Gegenlichtblende im Lieferumfang enthalten
  • Bildstabilisation & Autofokus überzeugen vollends
  • Leichtes Objektiv, das sehr kompakt gefertigt wurde.

Stört mich:

  • Starke Vignettierung im hohen Brennweitenbereich
  • In den Ecken der Bildränder kommt es sehr oft zu chromatischen Aberrationen
  • Die Schärfe lässt am Bildrand etwas nach.
Möchte man nur wenig Geld ausgeben und gleichzeitig einen großen Brennweitenbereich abdecken, ist das Tamron Reisezoom eine gute Wahl. Mit einem Adpater macht es auch an den spiegellosen Canon-Kameras eine gute Figur. Schließlich ist es angenehm leicht und kompakt gebaut worden. Ich würde es mir wieder kaufen.

Canon EF-M 15 – 45 mm F3.5 – 6.3 IS STM:

Weitwinkelobjektiv-Lost-Places

Ich nutze seit über 10 Jahren Spiegelreflexkameras zum Filmen und Fotografieren. Diese sind natürlich bauartbedingt alles andere als handlich. Selbst die normalen Kit-Objektive sind sehr voluminös. Das genaue Gegenteil ist bei dieser Linse der Fall. Sie ist wirklich winzig. Zudem erkennt man den Fokusring kaum ohne Lupe. Ich wusste beim ersten Anblick nicht, was ich von der Konstruktion halten sollte.

Nachdem ich das Objektiv mehrmals intensiv im Bereich der Lost Places Fotografie getestet habe, bin ich ehrlich gesagt mehr als begeistert. Die Abbildungsleistung ist sehr gut. Es gibt kaum chromatische Aberrationen oder unscharfe Bereiche an den Rändern. Der Autofokus ist blitzschnell, kaum hörbar und einen Bildstabilisator gibt es auch noch. Die Ausstattung ist damit auf alle Fälle top!

Negative Punkte muss man wirklich lange suchen. Das Objektiv kann nämlich extrem platzsparend zusammen gefahren werden und ist in allen Bereichen besser als alle meine alten Kitlinsen. Lediglich der Fokusring dient eher der Optik. Wirklich nutzbar ist er nicht. Ich muss aber an dieser Stelle gestehen, dass ich fast nie von Hand fokussiere. In der Hinsicht bin ich einfach faul geworden.

Auch die verbaute Bildstabilisation möchte ich bei Innenaufnahmen ohne Stativ nicht missen. Wer sie allerdings deaktivieren möchte, findet am Objektiv keinen Knopf. Hierzu muss das Menü der Kamera genutzt werden. Mehr Nachteile fallen mir auch nach langem Überlegen nicht ein. Eventuell könnten die EOS-M-Optiken eine Spur günstiger sein.


Gefällt mir:

  • Gute Bildqualität & Detailtreue
  • Hochwertige Verarbeitung inkl. Metalbajonett
  • Äußerst kompakte & leichte Bauweise
  • Versenkbarer Tubus für platzsparenden Transport

Stört mich:

  • Keinerlei Schutz gegenüber Staub oder Spritzwasser
  • Keine Streulichtblende im Lieferumfang vorhanden
  • Fokusring zu schmal
Auf den ersten Blick wirken alle Objektive der Canon EOS M Reihe für DSLR-Nutzer wie Spielzeug. Sie sind sehr klein. Gerade der Durchmesser ist erschreckend gering. Aber das Aussehen täuscht hier ganz klar. Das Weitwinkelobjektiv ist sein Geld allemal wert. Die Abbildungsleistung ist in allen Zoombereichen als gut zu bewerten.

Auf das Foto-Zubehör kommt es an:

Kameras und Objektive allein reichen zwar schon für eindrucksvolle Aufnahmen von Lost Places, aber ohne das richtige Zubehör macht man sich das Leben nur unnötig schwer. Schließlich will das schwere Equipment sicher und auch komfortabel durch den verlassenen Ort transportiert werden. Ohne einen guten Rucksack oder eine geräumige Tasche gelingt dies eher nicht.

Des Weiteren sorgen auch schlechte Lichtverhältnisse für Schweißperlen auf der Stirn. Oftmals genügt zwar schon eine längere Belichtungszeit in Kombination mit einem Stativ, aber nicht immer kommt man ohne externe Lichtquelle aus. Gerade in stockfinsteren Bunkern oder dunklen Gängen braucht man eine Videoleuchte oder einen leistungsstarken Blitz.

Wer also in jeder Situation eindrucksvolle Bilder schießen möchte, kommt nicht um die Anschaffung von zusätzlichem Equipment herum. Aus diesem Grund habe ich mir selbst über die Jahre zig Blitze, Lampen, Taschen und Rucksäcke gekauft. Aber soweit muss es gar nicht kommen. Welches Zubehör empfehlenswert ist, verrate ich dir nun:

Canon Speedlite 430EX – Starker Blitz für mehr Licht:

Canon-Blitz-430-EX

Die meisten DSLRs und Systemkameras bekommen von Haus auf einen Blitz spendiert. Dieser genügt in der Regel jedem Hobbyfotografen. Will man aber in Lost Places größere Räume oder längere Tunnel fotografieren, braucht man mehr Leistung. Hier genügt eine Leitzahl zwischen 5 und 15 oft nicht. Aus diesem Grund habe ich mir vor ein paar Jahren einen Original-Canon-Blitz gekauft.

Dieser belastet beim Auslösen nicht meinen Kameraakku und die Blitzleistung ist um ein Vielfaches höher. Außerdem kann ich den Blitz manuell einstellen oder alles durch die Spiegelreflexkamera automatisch regeln lassen. Damit es nicht zu unschönen Spiegelungen kommt, nutze ich noch einen Diffusor aus Plastik. Etwas Schade finde ich, dass man den Blitz nur mit 4 AA-Batterien betreiben kann.

Nichtsdestotrotz handelt es sich hier um ein solides Produkt, das ich nicht mehr in meinem Rucksack missen möchte. Schließlich beträgt die Leitzahl stolze 43 Meter und der Blitz kann als Slave genutzt werden. Darüber hinaus liebe ich das entfesselte Blitzen in dunklen Hallen. Wer will, kann den Speedlite aber auch einfach auf den Blitzschuhadapter montieren.

Dann kann man immer noch indirekt über die Decke oder eine Wand blitzen. Schließlich ist dieser externe Blitz sowohl schwenk- und neigbar. Man kann also ganz schön viel mit ihm machen. Inzwischen gibt es aber einige Nachfolger, die punktuell verbessert wurden. Wer aber nicht allzu oft mit einem Blitz fotografiert, kann auch noch diesen Senior auf dem Gebrauchtmarkt erwerben.


Gefällt mir:

  • Tasche & Mini-Standfuß im Lieferumfang vorhanden
  • Schwenk- & neigbarer Blitzkopf
  • Intuitive Bedienung über den beleuchteten LCD-Bildschirm
  • Verbaute Weitwinkelstreuscheibe für Fish-Eye-Objektive

Stört mich:

  • Keine Masterfunktion vorhanden
  • Kein Schutz gegenüber Spritzwasser
  • Kein integrierter Zweitreflektor
Über das Canon Blitzgerät lässt sich nichts Negatives sagen. Man kann es kabellos als Slave nutzen, die integrierte Streuscheibe einsetzen oder auch die Belichtung manuell kontrollieren. Des Weiteren lässt sich am Bildschirm alles im Handumdrehen manuell einstellen. Man kann bei der Lost Places Fotografie also ganz schön viel ungeahntes, kreatives Potenzial entfalten.

PEDEA Kamerarucksack – Günstig, vielseitig & damit praktisch:

Fotorucksack-Urban-Explorer

Schaue ich mir meine komplette Urbex-Ausrüstung an, gibt es einen sehr unauffälligen aber dafür extrem wichtigen Gegenstand. Die Rede ist natürlich von meinem Fotorucksack. Als ich ihn damals gekauft habe, war mir dessen Wert gar nicht bewusst und aufgrund dessen wollte ich möglichst wenig Geld investieren. Zum Glück habe ich für einen schmalen Taler diesen Rucksack erworben.

Er besticht nämliche durch eine hochwertige und damit auch robuste Qualität. Unzählige Male bin ich mit ihm schon an Stacheldraht und anderen scharfen Gegenständen hängengeblieben und bis auf ein paar Kratzer sieht man es dem Rucksack nicht einmal an. Zudem lässt er sich nur vom Rückenteil aus öffnen und Diebe haben es daher richtig schwer an meine Ausrüstung zu kommen.

Im Inneren ist ausreichend Platz für eine DSLR samt Reisezoom und viel zusätzlichen Krempel. Sogar meine Systemkamera als Back-up findet im Rucksack Platz. Besonders mag ich die praktischen Zusatzfächer. In ihnen lassen sich nämlich Speicherkarten, Akkus und anderer Krimskrams verstauen. Aber auch das Notebookfach ist praktisch. Ich nutze es meist für mein Tablet oder eine Landkarte.

Schließlich weiß man nie, wann der GPS-Empfang ausfällt oder das Navi im Auto das Zeitliche segnet. Wer möchte, kann außen noch ein Stativ in die Halterung klemmen oder die Trennstreifen nach seinen individuellen Wünschen anbringen. Sie sind dick gepolstert und halten auch größeren Belastungen bei einem langen Transport Stand. Ansonsten ist das Rückenteil noch atmungsaktiv und man schwitzt daher nicht allzu stark.


Gefällt mir:

  • Gepolsterte & längenverstellbare Schultergurte
  • Wasserabweisender Stoff inkl. eingenähter Regenschutzhülle zum Ausziehen
  • Trolleyaufnahme an der Rückseite

Stört mich:

  • Das Notebookfach bietet bauartbedingt nicht genügend Platz für 15 Zoll Geräte.
Dieser Kamerarucksack hat mich einfach überzeugt. Ich hätte zudem niemals gedacht, dass solch ein günstiges Produkt von so guter Qualität sein könnte. Arg viel mehr gibt es über den Artikel allerdings nicht mehr zu sagen. Außer vielleicht noch eine Kleinigkeit. Er schaut absolut nicht wie ein klassischer Kamerarucksack aus. Und dies weiß ich sehr zu schätzen.

Das Lost Places World Fazit:

Viele Fotografen neigen dazu immer mehr Kameras, Objektive und anderen Schnickschnack zu kaufen. Auf der Strecke bleibt dabei aber häufig der Einsatz des Equipments. Vieles verstaubt im Schrank oder wird gar nicht erst genutzt. Als Grundvoraussetzung für eindrucksvolle Bilder ist eine umfangreiche Ausrüstung nicht verkehrt.

Entscheidender sind aber andere Punkte. Nämlich der Lost Place an sich, der richtige Bildausschnitt sowie eine vernünftige Nachbearbeitung. Gerade letzterer Punkt wird von vielen Anfängern unterschätzt. Man kann so viel aus unscheinbaren Bildern mit ein paar Kniffen herauskitzeln. Es braucht also gar nicht die neueste Vollformatkamera oder das teuerste Objektiv.

Viel wichtiger als die Ausrüstung ist das Ausprobieren neuer Dinge und die kontinuierliche Verbesserung der eigenen Fähigkeiten. So wird man sich immer wieder verbessern. Und ganz von allein wird das Equipment über die Jahre besser und umfangreicher. Schließlich kauft man immer mal wieder neues Zubehör oder macht einen Schnapper auf dem Gebrauchtmarkt.

Eines sei zum Abschluss aber noch einmal gesagt. Auch mit einer 10 Jahre alten DSLR samt Kit-Objektiv lassen sich atemberaubende Fotos machen. Die Ausrüstung ist nicht der heilige Gral oder das Geheimnis hinter tollen Bildern. Alle von uns haben schon wunderschöne Schnappschüsse mit uralter Ausrüstung produziert. Es kommt aufs eigene Auge und die gemachten Erfahrungen an.