Unsere Top 3 Perspektiven für atemberaubende Lost Place Fotos!

Lost Place Fotografie Perspektiven

Manche Lost Places schauen bereits aus der Ferne spektakulär aus. Andere hingegen bieten auf den ersten Blick wenig Potenzial für atemberaubende Fotos. Allerdings entscheidet nicht nur der Zustand des Objekts darüber, ob dir gute oder schlechte Fotos gelingen. Auch das Equipment spielt eine große Rolle. Darum soll es aber nicht gehen.

Wir werden in diesem Ratgeber intensiv auf die unterschiedlichen Perspektiven eingehen. Nichts ist schließlich wichtiger als der optimale Aufnahmewinkel bei der Lost Place Fotografie. Einfach draufhalten und schon war es das, ist immer der falsche Ansatz. So werden dir nämlich nie eindrucksvolle Schnappschüsse gelingen. Ein paar Gedanken musst du dir für gute Fotos definitiv machen.

Aber keine Sorge. So kompliziert ist das Ganze nicht. Es existieren ein paar bewährte Vorgehensweisen. Das heißt aber nicht, dass es nur die einzig wahre Perspektive oder den absoluten Standard-Bildwinkel gibt. Worauf wir beim Fotografieren unserer Bilder achten und wann sich welche Perspektive anbietet, erfährst du in den folgenden Zeilen.

Alles Wichtige auf einen Blick:
  • Grundsätzlich betrachtet hängt die Bildgestaltung immer vom persönlichen Geschmack ab. Eindrucksvolle Bilder erzielt man in Innenräumen mit der Zentral- oder der Zwei-Punkte-Perspektive. Außenaufnahmen von Lost Plaes kommen besonders gut zur Geltung, wenn sie aus der Froschperspektive aufgenommen werden.
  • Die Wahl der richtigen Perspektive ist immer nur die halbe Miete. Neben der richtigen Kameraeinstellung kommt es vor allem auf die Linien im Bild an. Diese sollten nach Möglichkeit waagrecht sein und nicht stürzen. Bei Weitwinkelobjektiven bietet sich in der Nachbearbeitung eine Objektivkorrektur samt Linienentzerrung an.
  • Wer seinen Bildern den letzten Feinschliff geben möchte, sollte mit zusätzlichen Lichtquellen experimentieren. Gemeint ist damit aber nicht nur ein externes Blitzgerät. Auch eine Taschenlampe samt Diffusor kann für spektakuläre Lichtakzente genutzt werden. Darüber hinaus bietet sich auch das sogenannte Lightpainting für kreative Fotos an.

Zentralperspektive – Der Klassiker schlechthin:

Zentralperspektive Lost Place

Wie man am Bild oben gut erkennen kann, befindet sich die gegenüberliegende Wand parallel zur Kamera. Je größer der Abstand dabei zur Mauer ausfällt, desto größer wird der Blickwinkel. Es landet also so viel wie nur möglich vom Raum in der Aufnahme. Wir benutzen diese Perspektive besonders gerne bei kleinen Zimmern oder auch sehr großen Hallen in Industriebrachen.

Den Reiz im Bild macht hierbei die Symmetrie aus. Das bedeutet aber natürlich auch, dass man beim Fotografieren mittig im Raum stehen muss. Der Nebeneffekt dieser Vorgehensweise ist so simpel wie genial. Die sogenannten Fluchtlinien, häufig auch als Motivlinien bezeichnet, laufen in einem Punkt zusammen. Damit wird das Auge des Betrachters geschickt geführt.

Wer möchte, kann den Effekt mit einer Vignette verstärken. Hierbei sollte man es aber keinesfalls in der Nachbearbeitung übertreiben. Damit die Bildgestaltung besonders professionell wirkt, sollte man auf die Liniengestaltung achten. Diese müssen entweder waagrecht oder auch senkrecht verlaufen. Ansonsten kommt es zu einem Kippeffekt im Foto.

Gut zu wissen:
Bei der Lost Place Fotografie ist es gar nicht so einfach stürzende Linien zu vermeiden. Abhilfe schafft hier ein sogenanntes Tilt-und-Shift-Objektiv. Alternativ kann man auch später mittels Software nachhelfen. Es bieten sich hierfür Lightroom, Photoshop sowie Luminar an. Trotzdem sollte man beim Fotografieren das Raster in der Kamera aktiveren und es auch nutzen.

Diagonalperspektive / Zwei-Punkte-Perspektive:

Diagonalperspektive

Viel zu selten und dazu noch zu Unrecht wird diese Form der Bildgestaltung genutzt. Dabei lassen sich gerade mit ihr viele Hallen und auch größere Räume spektakulär in Szene setzen. Fotografiert wird hier entlang der Raum teilenden Diagonale. Dies hat zur Folge, dass alle Wände schräg ins Bild laufen. So wird der Blick des Betrachters ganz geschickt geführt.

Außerdem sorgt man so für mehr Tiefe und Dynamik im Bild. Möglich wird dies durch die unterschiedlichen Proportionen der Wände. Der Abstand zwischen den zwei gegenüberliegenden Raumecken ist bei dieser Perspektive, nämlich größer als zwischen den zwei gegenüberliegenden Wänden. Außerdem bekommt man so deutlich mehr vom Raum auf sein Bild.

Daher sollte man sich für ein Foto niemals auf die Schmalseite stellen und von dort aus ganze Räume ablichten. Dies gilt aber auch nur dann, wenn der Raum nicht vollkommen symmetrisch ist. In so einem Fall ist die Diagonalperspektive eher ungeeignet. Sie bietet sich immer dann an, wenn man das Interieur oder die Raumaufteilung als Motiv nutzen möchte.

Gut zu wissen:
Um eine Diagonalansicht noch spannender und dynamischer wirken zu lassen, sollte man mit Weitwinkel-Brennweiten fotografieren. Dadurch wird der Effekt noch einmal zusätzlich verstärkt. Gerade Fish-Eye-Objektive sorgen für eine sehr interessante Bildgestaltung, wenn man ein tolles Motiv direkt im Vordergrund hat.

Die Froschperspektive für ungewöhnliche Bildeindrücke:

Froschperspektive bei Lost Places

Hierbei handelt es sich unsere Lieblingsperspektive. Sie lässt sich nämlich sehr schön mit der oben erklärten Diagonalperspektive verknüpfen. Allerdings kennt nicht jeder diese Form des Blickwinkels unter der Bezeichnung Froschperspektive. Oftmals wird sie nämlich in Fachpublikationen als Untersicht oder auch als Low Angle bezeichnet.

Ziel ist es hier dem Betrachter einen ungewöhnlichen, aber leicht nachvollziehbaren Betrachtungswinkel zu ermöglichen. Viele hohe Gebäude wirken durch diesen Aufnahmewinkel noch voluminöser und damit deutlich dramatischer. Man kann durch diesen optischen Effekt aber auch Unterlegenheit oder Erniedrigung ausdrücken.

Aufgrund dessen kann man mit dieser Perspektive die Bildwirkung verstärken und dadurch noch eindrucksvollere Bilder schießen. Auch bei dieser Perspektive erzielt man mit einem Weitwinkelobjektiv die besten Ergebnisse. Diese verstärken nämlich die Bildwirkung noch einmal um ein Vielfaches. Das gilt übrigens auch für eine möglichst stark nach oben gerichtete Kamera.

Gut zu wissen:
Bei Außenaufnahmen kommt es entlang der Kontrastkanten häufig zu chromatischen Aberrationen. Diese lassen sich aber meist mit einem einzigem Mausklick in der Bildbearbeitung entfernen. Leicht erkennen kann man die Farbsäume an den Gebäudekanten, die in den Himmel ragen. Dort kommt es aufgrund der starken Kontraste häufig zu diesem Abbildungsfehler.

Das Lost Places World Fazit:

Flur

Verlassene Orte haben seit je her einen ganz besonderen Charme. Aufgrund der großen Schwämme an Bildern muss man sich aber immer mehr Mühe mit den Perspektiven geben. Ansonsten gehen die eigenen Lost Place Fotos in der großen Flut einfach unter. Die Zeiten in denen 0815-Bilder von Räumen und Hallen gereicht haben, sind definitiv zu Ende.

Daher sollte man als versierter Lost Place Fotograf neue Wege gehen und ein Auge für Kleinigkeiten entwickeln. Schließlich werden Detailaufnahmen viel seltener gemacht und man kann mit ihnen bestimmte Einrichtungsgegenstände hervorheben. Aus unserer Erfahrung heraus lässt sich sagen, dass genau diese Schnappschüsse einen ganz speziellen Charakter besitzen.

Um noch mehr aus Detailaufnahmen herauszuholen, sollte man mit verschiedenen Perspektiven sowie Objektiven spielen. Gerade Makrolinsen lassen kleine Gegenstände ganz groß herauskommen. Manchmal reicht es aber auch, wenn man für eine zusätzliche Lichtquelle mittels Blitz oder Taschenlampe sorgt. Seit kreativ und offen für neue Bildgestaltungsmöglichkeiten.